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Dezember 2011


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„Partizipation durch Wissen“ – Ein praxisbezogenes Informations- und Bildungsangebot für Eltern mit Migrationshintergrund 2011-2012

Bericht über das Wochenendseminar mit dem Zielgruppenangebot Ausbildung und Beruf am 3. und 4. Dezember 2011


Im Rahmen eines praxisbezogenen Informations- und Bildungsangebots für Eltern mit Migrationshintergrund, das als Kooperationsarbeit vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH und vom Kultur-, Sport- und Freizeitverein Vita e.V. durchgeführt wird, wurde am 3. und 4. Dezember 2011 ein zweitägiges Zielgruppenangebot mit dem Thema „Ausbildung und Beruf“ veranstaltet. Das Zielgruppenangebot fand in den Räumen des Kinder- und Jugendzentrums Vita, Bornstr. 66, 44145 Dortmund statt.


Ziel der Veranstaltung:

Die Eltern sollen im Bereich der Ausbildung und dem Beruf informiert werden. Es existieren, obwohl einige länger in der BRD leben, Informationsmängel über das Ausbildungssystem und das Berufswahlsystem in Deutschland. Damit Eltern bewusst wird, welche Hilfen sie vom Staat erhalten können, wurde ein Referent vom Jobcenter Dortmund eingeladen, um den Eltern unter anderem die Bildungszielplanung zu erläutern.


Moderatoren:

Valentina Grebenuk und Asuman Kanat


Referenten

Herr Kaya (Arbeitsvermittler beim Jobcenter Dortmund)


Samstag, 3. Dezember 2011


Am Samstag wurde das Ausbildungssystem in Deutschland erläutert. Zunächst wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Übergang von Schule in die Ausbildung erklärt. Nach der Sekundarstufe I kann eine Ausbildung begonnen werden. Meistens sind die abgehenden Schülerinnen und Schüler 16 Jahre. Die Ausbildung wird in die betriebliche und schulische Ausbildung unterteilt. Jedoch ist die häufigste Form die betriebliche Ausbildung, welches auch als duale Ausbildung bezeichnet wird. Die Eltern hatten viele Fragen diesbezüglich:


-       Welche Abschlüsse sind notwendig, um eine Ausbildung beginnen zu können?

-       Sind die Voraussetzungen für jede Ausbildungsform unterschiedlich?

-       Werden bestimmte Abschlüsse benachteiligt?

-       Mit welchem Abschluss kann mein Kind eine Ausbildung beginnen?

-       Wie lange dauert eine Ausbildung an?

-       Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

-       Wie sieht der Ausbildungsmarkt in Dortmund aus?

-       Wo kann man sich Informationen zu einzelnen Berufen einholen?

-       Gibt es Prüfungen während der Ausbildung?

-       Wie sehen die Prüfungen aus und wer führt diese durch?

-       Ist es gut in einem kleinen Betrieb die Ausbildung zu absolvieren oder in einem großen Betrieb?

-       Was ist, wenn mein Kind keinen Ausbildungsplatz bekommen hat?

-       Probleme während der Ausbildung, mit dem Vorgesetzten, den Arbeitskollegen oder auch in der Berufsschule. An wen kann sich das Kind wenden?

-       Kann auch mit Abitur eine Ausbildung begonnen werden?


Auf alle Fragen wurde Rücksicht genommen. Jede einzelne Frage wurde beantwortet. Es wurden Informationsmaterialien ausgeteilt, die die Fragen beantworten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr wissbegierig. Für sie steht im Mittelpunkt, ihren Kindern eine gute Zukunft bieten zu können. Eine wichtige Frage war auch, welche Möglichkeiten bestehen, wenn kein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht. Auf die Form der schulischen Ausbildung an den Berufskollegs wurde aufmerksam gemacht. Manche Berufszweige können nur über eine schulische Ausbildungsform absolviert werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Dauer der Ausbildung von zwei bis dreieinhalb Jahren ist. Eine Ausbildung kann verkürzt werden, wenn der Notendurchschnitt dieses zulässt. In diesem Zusammenhang wurden Informationsmaterialien zu den Sprechzeiten im Berufsinformationszentrum, zu den Ausbildungsberufen in Dortmund und zur Ausbildungsordnung ausgeteilt.


Die Eltern beschäftigten sich mit der Frage, was nach der Ausbildung ist.

-       Können die Kinder nach Beendigung ihrer Ausbildung im Betrieb übernommen werden?

-        Werden sie immer in dem Beruf tätig sein müssen?

-       Gibt es Möglichkeiten einer Fort- bzw. Weiterbildung?

-       Soll sich das Kind nach vor Beendigung der Ausbildung arbeitslos melden?

-       Kann mein Kind nach der Ausbildung ein Studium beginnen?


Auf diese Fragestellungen wurde auch eingegangen. Die Eltern haben sich um die spätere berufliche Planung und Wege viele Gedanken gemacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auf zusätzliche Beratungsstellen hingewiesen.


Nach dem Vortrag kam es zu einer Diskussion unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Jede einzelne Person hat seine Erfahrungen bzw. gehörte aus dem eigenen Umfeld in die Diskussion mit eingebracht.


Sonntag, 4. Dezember 2011


Am Sonntag ist ein Referent aus dem Jobcenter Dortmund, Herr Kaya, beim Seminar anwesend gewesen. Er berichtete über die Bildungsmaßnahmen des Jobcenters. Die Bildungszielplanung wurde für das Jahr 2012 unter Vorbehalt ausgeteilt. Da die Bildungszielplanung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, können noch Änderungen möglich sein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dadurch einen Einblick über mögliche Fortbildungen bekommen. Herr Kaya berichtete über die Zugangsvoraussetzungen und die möglichen Abschlüsse. Der Beginn und die Dauer einer Fortbildung wurden nahe gebracht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten Fragen bezüglich finanzieller Unterstützung seitens des Jobcenters. Auch andere Fragen haben sich während des Vortrags herauskristallisiert.


-       Sind Fortbildungen anerkannt?

-       Können Fortbildungen oder Umschulungen gleichgesetzt werden mit einer Ausbildung?

-       Werden die Kosten für eine Fortbildung vom Jobcenter übernommen?

-       Wer übernimmt die Fahrtkosten?

-       Muss die Fortbildung in Dortmund wahrgenommen werden?

-       Sind Fortbildungen in einer anderen Stadt möglich?

-       Wird die Ausbildungsvergütung auf das Arbeitslosengeld II angerechnet?


Herr Kaya ist auf alle Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingegangen. Einige sind über die Arbeitsweise der Arbeitsvermittler verunsichert. Sie berichteten über die Entscheidungen der Vermittler z.B. über Fortbildungen und Kostenübernahme, welches sie als arbeitssuchende nicht nachvollziehen könnten. Herr Kaya erklärte, dass viele Entscheidungen im Ermessen der Arbeitsvermittler liegen würde und erläuterte die Aufgabenbereiche eines Arbeitsvermittlers. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer  sind Arbeitslosengeld II Bezieher. Es wurden daher viele Fragen über diese Thematik gestellt. Für die Anwesenden ist es nicht verständlich, warum die Ausbildungsvergütung als Einkommen angerechnet wird. Die Anwesenheit des Arbeitsvermittlers hat sehr große Resonanz hervorgerufen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viele Fragen, vor allem zielten diese auf die Leistungsangelegenheiten ab. Herr Kaya hat sich viel Zeit genommen. Da er selbst einen Migrationshintergrund hat, hat er die Zielgruppe sehr gut erreichen können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich durch ihn verstanden gefühlt. Sie fühlten sich in unserer Einrichtung auch geschützt. Die Atmosphäre war für sie angenehmer und lockerer, so dass sie keine Hemmungen hatten Fragen zu stellen. Zu jeder Fragestellung folgten Diskussionen. Ein Erfahrungsaustausch zwischen den Einzelnen hat stattgefunden. Der Arbeitsvermittler war für die Dauer des Seminars am Sonntag von dem Jobcenter Dortmund ganztätig zur Verfügung gestellt. Zum Ende des Seminars gab es eine rege Diskussion. Es war eine Zufriedenheit bei jedem Einzelnen zu erkennen. Viele bedankten sich über das informative Seminar. Bei einigen war zum Ende immer noch die Überraschung darüber zu sehen, dass eine Person vom Jobcenter anwesend war und dadurch ihre Belange Gehör gefunden haben.


Ein Feedback-Bogen wurde von jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer ausgefüllt. Die Auswertung des Bogens zeigte eine Wertung von gut bis sehr gut.


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